Prozessdigitalisierung · Berechtigungen

Rollen und Berechtigungen in LOTOTO steuern

Auf Papier werden Berechtigungen per Unterschrift und Vertrauen geprüft. Im digitalen Prozess sind sie Teil des Workflows: Der Operator gibt nur Anlagen frei, für die er verantwortlich ist, die Elektrofachkraft sichert nur elektrische Energie, und bei einer Vertretung bleibt festgehalten, wer den Schritt tatsächlich ausgeführt hat.

Die Berechtigung wird am Vorgang geprüft, nicht erst bei der Kontrolle.

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Wie funktionieren Berechtigungen im digitalen LOTOTO?

Kurze AntwortSie kombinieren drei Dinge: die Rolle des Benutzers im System, seine Aufgabe im konkreten Vorgang und Einschränkungen auf Energiearten oder Anlagen.

Die Rolle bestimmt, was ein Benutzer im System überhaupt darf, zum Beispiel freigeben oder das Anlagenregister verwalten. Die Aufgabe im Vorgang legt fest, wer beim konkreten Eingriff Antragsteller, ausführende Person oder Operator ist. Die Einschränkungen sorgen dafür, dass eine Person nur im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs handelt.

Berechtigungen werden so nicht erst nachträglich geprüft. Das System lässt nicht zu, eine Energie einer Person zuzuordnen, die sie nicht sichern darf, und es lässt den Operator keine Anlage außerhalb seines Bereichs freigeben.

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Welche Rollen kann es im Prozess geben?

Kurze AntwortZum Beispiel Antragsteller, ausführende Person, Operator, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Administrator. Es handelt sich um ein Beispiel aus einem bestehenden Einsatz, nicht um ein verbindliches Schema.

Rolle oder AufgabeWas sie im Prozess tut
Antragstellerbereitet den Vorgang vor, wählt Anlage und ausführende Personen aus, beendet die Arbeiten
Ausführende Persontrennt die zugewiesene Energieart, bestätigt Verriegeln und Entriegeln mit Schlossnummer
Operatorprüft und gibt Anträge für Anlagen in seinem Zuständigkeitsbereich frei
Fachkraft für Arbeitssicherheiterhält eine Benachrichtigung bei festgelegten gefährlichen Arbeiten
Administratorverwaltet Benutzer, Anlagen, Vorlagen und Systemeinstellungen

Beispiel aus einem bestehenden Einsatz. Bezeichnungen und Anzahl der Rollen sowie die Verteilung der Verantwortung richten wir nach den Regeln Ihres Betriebs ein.

In Ihrem Betrieb können dieselben Aufgaben andere Bezeichnungen tragen, zum Beispiel Arbeitsverantwortlicher, Anlagenverantwortlicher oder Schichtmeister. Entscheidend ist, dass jeder Schritt in der Arbeitsfreigabe eine klar bestimmte verantwortliche Person hat.

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Welche Energien darf eine Person sichern?

Kurze AntwortNur diejenigen, die zu ihrem Typ passen. Der Mitarbeitertyp ist an Energiearten gebunden, sodass zum Beispiel eine Elektrofachkraft nur elektrische Energie sichern kann.

Bei der Vorbereitung des Vorgangs wird jeder Energie der Anlage eine ausführende Person zugeordnet. Die Bindung des Mitarbeitertyps an Energiearten verhindert, dass jemand eine Trennung bestätigt, der dafür nach Ihren Regeln nicht qualifiziert ist. Welche Mitarbeitertypen und Energien Sie unterscheiden, ergibt sich aus Ihrer Arbeitsorganisation.

LesenEnergieisolierung
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Lassen sich Berechtigungen auf Anlagen oder Betriebsbereiche einschränken?

Kurze AntwortJa. Die Freigabeberechtigung des Operators lässt sich auf bestimmte Anlagen einschränken, zum Beispiel auf die Anlagen eines Betriebsbereichs.

Die Entscheidung über einen Eingriff hängt so mit dem Verantwortungsbereich der konkreten Person zusammen. Der Operator einer Linie gibt keine Verriegelungen an einer anderen Linie frei, die er nicht kennt. Wie die Anlagen gruppiert werden, vereinbaren wir bei der Einführung entsprechend der Organisation Ihres Betriebs.

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Wie funktioniert die Vertretung?

Kurze AntwortEinen zugewiesenen Schritt kann eine andere berechtigte Person aus der eingerichteten Vertretungsgruppe übernehmen. Der Vorgang hält dabei fest, wer den Schritt tatsächlich ausgeführt hat.

Zugewiesene Personnicht in der SchichtBerechtigte Vertretung✓ BestätigtEINTRAG

Schritt durch Vertretung ausgeführt · ursprüngliche Zuweisung bleibt erhalten

Darstellung des Prinzips, kein Screenshot der Anwendung.

Vertretungsgruppen werden für ausführende Personen und Antragsteller eingerichtet, zum Beispiel für die Mitarbeitenden derselben Schicht. Steht die ursprünglich zugewiesene Person nicht zur Verfügung, führt die Vertretung den Schritt aus, und am Vorgang bleibt vermerkt, wer vertreten hat. Die Abwesenheit einer Person hält den Prozess so nicht an, und gleichzeitig geht die Information nicht verloren, wer was getan hat.

Vertretung ist vor allem beim Schichtwechsel und bei mehreren Arbeitsgruppen an einer Anlage üblich. Die Zusammenhänge beschreiben wir auf der Seite Gruppenverriegelung.

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Darf die Vertretung ein fremdes persönliches Schloss entfernen?

Kurze AntwortNicht automatisch. Die Übernahme einer Aufgabe in der Anwendung ist keine Berechtigung, das persönliche Schloss einer anderen Person zu entfernen.

Beim Personalwechsel muss der physische Schutz lückenlos erhalten bleiben, nach dem Verfahren, das der Betrieb festgelegt hat. Wie ein persönliches Schloss übergeben wird oder wer es unter welchen Bedingungen entfernen darf, ist eine Regel des Betriebs, keine Einstellung der Software. Auf den Erhalt des Schutzes bei Personalwechseln weist auch die US-Vorschrift OSHA 29 CFR 1910.147 hin, die wir als technischen Referenzrahmen nutzen, nicht als Ersatz für die im Land des Betriebs (Deutschland, Österreich, Schweiz) geltenden Vorschriften.

Gehört die Übergabe von Schlüssel, Schloss oder Marke zu Ihrem Verfahren, lässt sich die Lösung je nach Anforderungen des Betriebs um ihre Dokumentation erweitern.

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Warum ist der Systemadministrator nicht automatisch zum Eingriff berechtigt?

Kurze AntwortWeil die technische Verwaltung des Systems und die Fachkunde für einen Eingriff zwei verschiedene Dinge sind. Der Administrator verwaltet Benutzer und Einstellungen, nicht die Trennung von Energien.

Administrator ist oft eine Person aus der IT oder aus der Abteilung, die das System betreut. Der Zugang zu den Einstellungen bedeutet nicht, dass sie befähigt ist, Energie zu trennen oder über einen Eingriff an einer Anlage zu entscheiden. Die betrieblichen Regeln sollten diese Aufgaben deshalb klar trennen. Bei der Einführung empfehlen wir, Administratorzugänge sparsam zu vergeben und regelmäßig zu prüfen, wer welche Berechtigungen hat. Handlungen in den Vorgängen und Datenänderungen erfasst der Audit Trail.

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Wie werden die Rollen für Ihren Betrieb eingerichtet?

Kurze AntwortNach Ihren internen Regeln. Wir gehen davon aus, wer heute beantragt, freigibt und ausführt, und übertragen diese Verantwortlichkeiten ins System.

In der Analyse gehen wir mit Ihnen die bestehenden Verfahren, die Organisationsstruktur und die Mitarbeitertypen durch. Gemeinsam legen wir die Anlagengruppen für die Freigabe und die Vertretungsgruppen fest. Den gesamten Ablauf der Einführung beschreiben wir auf der Seite Lösung, den weiteren Zusammenhang auf der Seite Digitalisierung von LOTOTO.

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Was ersetzen Berechtigungen im System nicht?

FAQ

Häufige Fragen

Müssen wir die Rollen aus dem Beispiel verwenden?

Nein. Das Beispiel stammt aus einem bestehenden Einsatz. Bezeichnungen und Verteilung der Rollen passen wir an Ihre Arbeitsorganisation an.

Erfährt die Fachkraft für Arbeitssicherheit von gefährlichen Arbeiten?

Ja. Bei festgelegten Arbeiten, zum Beispiel Heißarbeiten, Arbeiten in der Höhe oder in engen Räumen, erhält sie eine Benachrichtigung in der Anwendung und per E-Mail.

Wie melden sich die Mitarbeitenden im System an?

Über den Webbrowser auf Computer, Tablet oder Smartphone. Je nach Anforderungen des Betriebs lässt sich die Lösung um die Anmeldung per RFID-Karte erweitern, zum Beispiel an einem Kiosk-Arbeitsplatz.

Nächster Schritt

Gehen wir Ihre Rollen und Verantwortlichkeiten gemeinsam durch.

Beschreiben Sie uns, wer in Ihrem Betrieb beantragt, freigibt und trennt. Wir zeigen Ihnen, wie sich diese Regeln in einem digitalen LOTOTO-Prozess abbilden würden.